Destillate

Verdampfte und durch Abkühlung wieder verflüssigte und folglich hier lesbar gewordene Traumfetzen, Sätze, Gedanken, Mitschriften.
Dazu Aufnahmen, die in dem Zeitraum entstanden sind, aber nicht unmittelbar zu den Texten gehören.

Die Entschlossenheit, dieses Format endlich umzusetzen, bekomme ich durch den poetry newsletter von Barbara-Marie Hofmann Notiz dieser Tage. So wunderbar. Unbedingt abnonnieren.

07.02.25
Meine Tochter krank. Könnte noch einen Text übers krank sein schreiben.
Bin immer etwas mit krank.

10.02.25
Umräumen heißt auch erstmal Abschied nehmen.

13.02.25
Lese INDIGENIALITÄT.

18.02.25
Schöpfe mich ins Volle/ständig lebendig geflochten in die Zukunft/in den Baum mit meinen Haaren/kein Wunder ein Wunder/braucht Zuwendung täglich neu

19.02.25
Jede hat ihr eigenes Gepäck.

21.02.25
Mein Kopf beschäftigt mit der Verletzlichkeit des unterwegs seins.

22.02.25
Ich warte darauf, dass sich die Hose dunkel färbt.

23.02.25
Letters from Love. Elizabeth Gilbert. I write my Letter from Love.

Erzähle mir etwas über Dich und Intuition.

24.02.25
Der Stein hat uns nicht getroffen.

Die AfD hat über 20% der Stimmen.

Mein Handy macht keine Fotos mehr.

28.02.25
Wünsche mir wirkliche Großzügigkeit beim unterwegs sein.

03.03.25
Nothing can substitute Rest
CHARLES EISENSTEIN

05.03.25
Vor 20 Jahren hatte ich gerade Wehen.

Der Zug fährt am Zuger See entlang, auf dem anderen Ufer die schneebedeckten Berge in der Morgensonne, was für eine Idylle während Europa glaubt, Aufrüstung sei die einzige Möglichkeit, eigene Werte zu schützen.

Der Reif, der uns in den Morgenstunden noch auf den Wiesen begleitet hat, geschmolzen.

06.03.25

Morgenröte und Motorenlärm. Mailand.

07.03.25

In der aufgehenden Sonne neben meiner schlafenden Tochter.

Solitude Sometimes
herausfallen
hineinfallen
arme beine finger zehen
unentbehrlich

08.03.25

Was ich von herausragenden Persönlichkeiten wie Elio Fiorucci und Ettore Sottsass mitnehme, ist die uneingeschränkte Bejahung des eigenen schöpferischen Seins.


Es braucht das fraglose Fragen, das leidenschaftliche Setzen eigener Schritte, ohne sich um Zustimmung zu scheren, es braucht den zwingenden heiteren Drang…

Es ist Nahrung.

14.03.25
Der Fokus liegt wohl auf dem heilsamen Schreiben.

15.03.25
Ruhe im Zwischenraum. Schlafende Menschen.


Liege in einem fremden Bett. Über das Liegen in fremden Betten.

16.03.25
Sitze ungewollt gegen die Fahrtrichtung.
Improvisation als Kunst.

Was tun, wenn es keine Rezepte gibt. Vielleicht sollte ich darüber nochmal einen Essay schreiben.

17.03.25
Mich schon wieder vom Weg abbringen lassen.

Wer weiß, wofür es gut ist, mich mit den Adlern zu verbinden.

21.03.25
Scheine werfen ihre Schatten voraus.

22.03.25
Fluchtwege synchron.

Ein Gedanke zu “Destillate

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