für meine Freunde

 ihr macht mich reich 11 2016

Das große Fenster fällt mir entgegen. Ich habe es geschickt ausgehebelt. Schritte im Treppenhaus. B mit Verstärkung. Wir geben unser Bestes. Das Fenster hält vorläufig.

G steht außen auf dem Fensterbrett. Ungesichert. Ich muss wegschauen. Ich sterbe vor Angst. Er hängt das Fenster wieder ein.

Die Kater untermalen schnurrend meine Vorlesestimme. Sie kuscheln sich in die Höhlen unserer Körperlandschaften, während wir auf dem Sofa liegen.

Ich hole L vom Kindergeburtstag ab. Das T-Shirt klebt feucht vom schnellen Fahrrad fahren am Körper. H bietet mir einen Kaffee an. Der Beste den ich seit langem getrunken habe. Fein ausgetüftelt. Hingabe, die ich schmecken kann.

Der Sprungturm im Tägerwiler ist eine Einladung. Eine Möglichkeit. Ihr reißt mich mit. Das in die Nase schießende Wasser lässt mich für einen Moment wieder Kind sein.

Wir rollen die Tapeten aus. Sie hängen wie Fliegenfänger von der Decke. Trotz Hürden und Hindernissen und nur noch der halben Truppe feiern wir unser legendäres Frühlingsfest. Ich finde wir sind super.

Ihr begegnet mir am Ausgang der Wollmatinger Kapelle. In den schweigenden Umarmungen fühle ich den Widerhall der tiefen Bewegung. Eine Erschütterung in den eigenen Schichten. Ein lebendig sein.

Es ist ein grauer Tag, von Nieselregen verschleiert. Im Eingangsbereich des SCALA Kino holt C den Zettel aus ihrer Jackentasche. Sie hat den Ablauf aufgemalt. Wir performen.

R ist eingeschlafen. Seine tiefen Atemzüge klingen zu den Mantra singenden Menschen im Wohnzimmer.

Mit ist kalt. Ich weiß nicht, ob ich hineingehen und mir eine Jacke holen soll. Ich will unser Gespräch nicht unterbrechen, als bräuchte es diesen uneingeschränkten Moment um sich zu entfalten.

Die Flammen wärmen knisternd meine Füße. Wir sitzen im Kreis. Die Wörter purzeln wie von selbst im Kollektiv zusammen getragen aus unseren Mündern während wir laut singen: „Take a sad song and make it better“.

„Trinkst Du ein Tannenzäpfle mit?“ Ein Ritual. Tannenzäpfle teilen. Die Flasche weiter geben.

Ich sehe Ts Tränen während ich meinen Text lese. Grundeisweinen hat sie mir mal zu meinem Schluchzen geschenkt.

Therme Konstanz. Wir ziehen uns durch`s Wasser. Übermütig.

Ich suche mit den Kindern mal einen ganz anderen Badeplatz. Da treffe ich I wieder. Die unsichtbaren Fäden. Wir schwimmen zusammen.

In der Morgendämmerung radeln wir ans Hörnle und tauchen mit der aufgehenden Sonne in den See. Gs Geburtstag. Leben vor der Arbeit.

Wir graben mit bloßen Händen die Kartoffeln aus dem Beet. Ernte. Der Garten hängt unter den Fingernägeln.

L stürzt im Hockgraben mit dem Fahrrad. Hände und Knie blutig. Bei E wird sie verarztet. Wie gut, das Freunde im richtigen Moment zu Hause sind. 

Wir durchqueren schwimmend den Rhein.

Mit S auf einem Heuballen tanzen.

Auf allen vieren hocken wir mit P am Küchenboden nachdem wir die Überschwemmung aufgewischt haben und ziehen die Waschmaschine hervor. R entdeckt, das der Ablaufschlauch abgegangen ist.

Mit A durch Schneefelder in den Bergen stapfen  und Sonne tanken.

Ich schließe die Praxistüre auf. R ist schon da. Ich werde die Verzweiflung des Moments los. Vielleicht müssen wir die Kater wegen Ls Allergie abgeben. Danach tauche ich in die Arbeit ein und vergesse alle eigenen Geschichten.

Ich höre ein vertrautes Lachen. Wie schön, dass M nach langer Abwesenheit wieder mit von der Partie ist.

Um an die Zimmerdecke zu kommen stellen wir einen Stuhl auf eine Bank. Ich habe immer noch keine Leiter. B traut sich trotzdem. Ich bin ganz glücklich, als meine Lampe live aus Marokko hängt.

Sie machen mit. S und G von oben. Dann trauen wir uns, die Kater einziehen zu lassen. Die Vorfreude ist riesig.

Ich komme während das Spiel schon läuft. Unangemeldet. Zusammen schauen macht immer noch am meisten Spaß und sich dabei das Salz der Nüsse von den Fingern zu lecken.

Mit allen vier Kindern auf dem Sofa liegen, fern schauen und abgedrehte Selfies machen.

Mit J das blaue Zimmer teilen, das mit dem Balkon, das uns wirklich das Gefühl gibt, Schlossbewohnerinnen zu sein. 

Steinbach, eine Reise in Kindheitserinnerungen. Mit allen vier Kindern und P. „Familienleben“ kann sich einfach und entspannt anfühlen.

Im Horstclub zur Life Musik auf Rs Fest tanzen.  Die Ausgelassenheit von Euch auffangen, meine liebsten Tanzenden, die ihr Euch in die Musik hinein werft bis der Schweiß spritzt.

Mit meinem Milchkaffee in der Morgensonne auf meinem kleinen Balkon sitzen, die langen Schatten lieben an dem Septembermorgen.

Hildegard schreibt:

„Diese Kekse nehmen alle Bitterkeit aus deinem Herzen und bringen deine Nerven zur Ruhe. Sie öffnen dein Herz und deine fünf Sinne, machen deine Stimmung heiter und reingen deine Sinnesorgane, reduzieren alle schlechten Säfte, sorgen für eine gute Blutzusammensetztung und machen dich leistungsfähig und stark.“